Microsoft Exchange 2010 Support endet am 14. Januar 2020

Microsoft Exchange Server 2010 erreicht am 14. Januar 2020 das Ende des Produktsupports. Um mögliche Risiken und Probleme zu vermeiden, sollten Exchange 2010-Nutzer rechtzeitig auf aktuelle Exchange-Versionen oder Office 365 umsteigen.

Microsoft Exchange 2010 End of Support

Mit dem Ende des Produkt-Lebenszyklus am 14. Januar 2020 stellt Microsoft den Support für Exchange Server 2010 ein. Das bedeutet:

  • Keine neuen Features oder Softwareupdates
  • Kein technischer Support bei auftretenden Problemen
  • Keine Bugfixes für neu entdeckte Probleme, die Nutzbarkeit und Stabilität der Server beeinträchtigen
  • Keine Sicherheitsupdates für neu entdeckte Schwachstellen, die für Serververwundbarkeiten sorgen können

Nach Support-Ende drohen Sicherheitsrisiken und Compliance-Probleme

Exchange 2010 funktioniert nach dem 14. Januar 2020 weiterhin wie gewohnt, allerdings ist der Einsatz der Software aus Compliance- und Sicherheitsgründen problematisch, da Microsoft keinerlei neue Funktions- und Sicherheitsupdates oder technischen Support mehr bietet. Nach Supportende auftretende Sicherheitslücken steigern das Risiko für Angriffe auf IT-Infrastrukturen deutlich, es drohen Datenverluste und eine Unterbrechung der geschäftlichen Abläufe.

Auch Compliance-Vorgaben und gesetzliche Regelungen wie die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) können durch den Einsatz nicht mehr unterstützter Software verletzt werden. Kommt es zum Verlust sensibler Daten, drohen im schlimmsten Fall Strafzahlungen.

Ihre Optionen: Office 365 oder aktuelle Exchange Server-Version

Das Exchange 2010-Supportende ist der optimale Zeitpunkt, auf eine moderne Lösung umzusteigen. Dafür gibt es mit der Migration auf Office 365 als Komplettumstieg bzw. Hybrid-Szenario oder einem Update auf eine aktuelle Exchange “on premise”-Version auf Ihren lokalen Servern gleich mehrere Optionen.

Office 365

Auf Office 365 umsteigen

Mit einer Migration von Exchange 2010 auf Microsoft Office 365 lösen Sie eine technisch veraltete On-Premise-Version durch deutlich flexiblere und modernere Cloud-Technologien ab.

Office 365 kombiniert alle vertrauten Microsoft Produktivitätsanwendungen wie Word, Excel oder PowerPoint mit Online-Diensten für die moderne Teamarbeit. Erstellen, bearbeiten und teilen Sie Dokumente mit Kollegen in Echtzeit oder führen Sie Online-Meetings durch – egal, ob Sie gerade mit dem PC im Büro arbeiten oder unterwegs mit mobilen Geräten wie Tablet oder Smartphone.

Mit Office 365 nutzen Sie immer die aktuellste Exchange Online-Version mit allen neuen Funktionen und Sicherheitsupdates. Darüber hinaus bietet Office 365 eine Reihe zusätzlicher Features wie:

  • Werkzeuge für den Modern Workplace, z.B. Microsoft Teams
  • Compliance-Funktionen, z.B. zur Erfüllung von Aufbewahrungsrichtlinien
  • Business-Analytics-Tools wie Power BI

Der Umstieg vom eigenen Exchange Mailserver auf Office 365 spart zudem Aufwand und Kosten für Investitionen in Erwerb und Wartung eigener Server-Hardware, das Einspielen von Sicherheits- oder Produktupdates oder das Upgrade auf eine neue Exchange-Version.

Hybrid-Migrationen mit Office 365 und lokalem Exchange Server

Hybride Migrationen bieten Organisationen die Möglichkeit, den Umstieg auf Office 365 nach dem eigenen Zeitplan und entsprechend der verfügbaren Ressourcen zu gestalten.

Die minimale Hybrid Migration gibt Unternehmen, die innerhalb weniger Wochen auf Office 365 umsteigen wollen, mehr Zeit und Handlungsoptionen für die Migration der Postfächer.

Eine komplette Vollhybrid-Migration ist die Lösung der Wahl für Organisationen mit mehreren hundert oder tausenden Postfächern bei einer langfristig angelegten Migration und Hybridbetrieb über mehrere Monate hinweg.

Microsoft Exchange 2019

Migration auf neue lokale Exchange Server-Version

Lokal installierte Exchange-Server sind trotz vieler Vorteile einer Office 365-Migration insbesondere in Szenarien empfehlenswert, in denen eine Cloud-Lösung regulatorische Anforderungen wie Compliance-Richtlinien nicht erfüllt. Das können beispielsweise Vorgaben sein, die eine Datenspeicherung in eigenen Rechenzentren vorschreiben bzw. die Speicherung in einem anderen Land verbieten.

Soll Exchange weiterhin lokal verwendet werden, ist eine Aktualisierung zumindest auf Exchange 2013 oder Exchange 2016 empfehlenswert. Soll auf die aktuellste Version Exchange 2019 migriert werden, ist dies als Zwischenschritt ebenfalls notwendig.

Microsoft Exchange 2010 Supportende nutzen und auf aktuelle Versionen umsteigen